Stadtfuehrungen in Berlin und Potsdam
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Park Sanssouci

     Der weltberühmte Park von Sanssouci ist Teil der Potsdamer Schlösser- und Parklandschaft, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Kein Ort ist enger mit dem Wirken Friedrichs des Großen verknüpft. Das anmutige Rokokoschloss auf der obersten Ebene eines terrassierten Weinbergs entstand 1745-47 nach Plänen Georg Wenzeslaus von Knobelsdorffs unter Einbeziehung eigenhändiger Entwürfe des Königs. Sanssouci war eine maßgeschneiderte Residenz von sehr intimem Charakter, wo Friedrich, der große zeremonielle Auftritte wenig schätzte, im Kreis seiner engsten Vertrauten Hof hielt. Das Schloss sollte „sorgenfreie“ Aufenthalte bieten. Davon zeugt bis heute die mit üppigem Skulpturenschmuck versehene Gartenseite, wo eine muntere Gesellschaft von Bacchanten dem Wein und einem sinnenfreudigen Leben zuspricht.  

     Das zweitwichtigste Gebäude aus friderizianischer Zeit ist das Neue Palais am westlichen Ende der Hauptallee. Dieser spätbarocke Schlosskomplex nach Entwürfen von Johann Gottfried Büring und Carl von Gontard, den Friedrich als „große Prahlerei“ titulierte, sollte Wohnräume für die königliche Familie beherbergen. Nach dem Siebenjährigen Krieg vollendet, war es ein Siegeszeichen, das den Aufstieg Preußens zu einem der fünftwichtigsten Staaten Europas selbstbewusst zum Ausdruck brachte. Doch der Park hält noch viele weitere Sehenswürdigkeiten bereit, so z. B. eine Bildergalerie, ein Chinesisches Teehaus oder ein Winzerhaus in Form einer Pagode. Barocke Gartenparterres und Wasserspiele sorgen für Überraschungen auf dem Rundgang.

     Auch Friedrich Wilhelm IV. widmete Sanssouci viel Aufmerksamkeit. Bereits als Kronprinz ließ er 1826-29 durch Karl Friedrich Schinkel Schloss Charlottenhof südlich des barocken Parks errichten – ein schmuckvolles Sommerschlösschen in klassizistischem Stil. In Blickweite dazu wurde wenig später die malerische Baugruppe der Römischen Bäder von Ludwig Persius fertiggestellt. Der Gartenarchitekt Peter Joseph Lenné gestaltete das Areal um Charlottenhof nach dem Vorbild englischer Landschaftsparks und wandelte zugleich den barocken Park im neuen Zeitgeschmack um. Später holte der als "Romantiker auf dem Thron" bekannte König mit der Gebäudegruppe der Friedenskirche und dem in Anlehnung an römische Villenbauten gestalteten Orangerieschloss ein Stück Italien nach Preußen.


Aus diesem reichhaltigen Programm stellen wir Ihnen einen ca. zweieinhalbstündigen Rundgang zusammen. Sofern Sie daran interessiert sind, eines der Schlösser oder Parkgebäude von innen zu besichtigen, buchen wir Ihnen gerne im Anschluss an unseren Spaziergang eine Besichtigung über die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten hinzu. Sprechen Sie uns an!

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