Stadtfuehrungen in Berlin und Potsdam
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Das historische Berlin

     Dieser Stadtrundgang startet im Nikolaiviertel, einem der Orte, wo die Entwicklung der Doppelstadt Berlin-Cölln im 12. Jahrhundert ihren Ausgang genommen hat. Danach bildet der Ausbau Berlins zur barocken Residenzstadt im 17. und 18. Jahrhundert einen thematischen Schwerpunkt: Von den Planungen des Großen Kurfürsten, über die ehrgeizigen Projekte Friedrichs III., der 1701 den preußischen Königstitel erwarb, über die Stadterweiterungen zur Zeit des Soldatenkönigs bis zu den Verschönerungsmaßnahmen Friedrichs des Großen. Das Areal um den Schlossplatz, die Straße „Unter den Linden" mit dem Zeughaus, den Adelspalais und dem Forum Fridericianum sowie der Gendarmenmarkt sind anschauliche Zeugnisse dieser Blütezeit.

     Auf der Wegstrecke bilden die Bauten Karl Friedrich Schinkels, der wie kein anderer Architekt das Gesicht der Berliner Stadtmitte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts geprägt hat, weitere Höhepunkte. So zum Beispiel das Alte Museum, die Friedrichwerdersche Kirche, die Neue Wache und das Schauspielhaus.

Bildhauer: J. G. Schadow

Quadriga

Architekt: K. F. Schinkel

Neue Wache

Architekt: K. F. Schinkel

Schauspielhaus

Architekt: K. F. Schinkel

Friedrichwerdersche Kirche

J. A. Nering, A. Schlüter, J. de Bodt

Zeughaus

Architekt: G. W. von Knobelsdorff

Staatsoper

Abriss zwecks Neubau des Stadtschlosses

Palast der Republik

     Der Aufstieg Berlins zur Hauptstadt des deutschen Kaiserreichs 1871 hat ebenfalls deutliche Spuren hinterlassen. Das alte Stadtzentrum wurde stark verdichtet und erfuhr eine weitere Aufwertung durch repräsentative Großbauten wie den Neubau des Berliner Doms und den Ausbau der Museumsinsel. Durch die Friedrichstadt, die sich in jener Zeit zu einem Kernbereich von Handel, Finanzwesen und Verwaltung von internationaler Bedeutung wandelte, führt der Rundgang schließlich zum Pariser Platz, um am Brandenburger Tor, einem der symbolträchtigsten Gebäude Deutschlands, zu enden.

     An mehreren Stationen erleben Sie bei dieser Stadtführung auch starke Kontraste, die durch Kriegszerstörung und die radikale Überformung der Stadt im Zuge des Ausbaus von Ost-Berlin zur Hauptstadt der DDR bedingt wurden. Mit der Wiedervereinigung setzte eine neue Epoche ein, die wiederum die Bauten der DDR durch eine retrospektive Architektur verdrängte. In diesem Zusammenhang steht die Wiedererrichtung der Stadtkommandantur als Bertelsmann-Repräsentanz und der kontrovers diskutierte Beschluss des Deutschen Bundestages, das Berliner Stadtschloss zu rekonstruieren. Für dieses Unterfangen wurde der Palast der Republik bereits abgerissen und damit ein wesentlicher Ort der Geschichte der DDR vernichtet. Nach Plänen des italienischen Architekten Franco Stella soll das teilrekonstruierte Hohenzollernschloss als Humboldt-Forum neu entstehen und das Ausstellungsangebot der Museumsinsel erheblich erweitern.

Die Dauer dieser Geschichts- und Architekturführung beträgt ca. zweieinhalb Stunden.

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